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Lichtechtheit von Pigmenten

COLOREX Pigment-Lichtechtheitstabelle

BENCHMARK & REFERENZ FÜR COLOREX-LÖSUNGEN
Echtheits-
Leistungsklasse
Blauwollskala(ISO/DIN)ASTM-SkalaBeschleunigte
Alterung — Sommer
Beschleunigte
Alterung — Winter
Stabile Umgebungs-
bedingungen (Normal)
Minimale Echtheit1V< 2 Jahre
Niedrige Leistung2 – 3IV4 – 8 Tage2 – 4 Wochen2 – 10 Jahre
Standardleistung4 – 5III – II2 – 5 Wochen2 – 5 Monate10 – 25 Jahre
Hohe Leistung6II – I6 – 8 Wochen5 – 6 Monate25 – 50 Jahre
Premium-EchtheitsklasseColorex7 – 8I3 – 4 Monate+7 – 9 Monate+50+ Jahre

Was ist Lichtechtheit?

In der Kunststoffindustrie bezeichnet Lichtechtheit die photochemische Beständigkeit, die ein Pigment gegen Ausbleichen, Aufhellen oder Farbtonverschiebung zeigt, während es seine Molekularstruktur bewahrt, wenn es elektromagnetischer Strahlung im ultravioletten und sichtbaren Lichtspektrum ausgesetzt ist. Die hohe Energie des Sonnenlichts zerstört die Bindungsstruktur der Chromophorgruppen innerhalb der Polymermatrix und verursacht photooxidativen Abbau.

Daher ist die Auswahl von Pigmenten mit hoher photochemischer Stabilität ein kritischer technischer Parameter für Außenanwendungen. Aufgrund ihrer thermodynamischen und chemischen Struktur weisen anorganische Pigmente eine deutlich überlegene Lichtechtheit gegenüber organischen Pigmenten auf. In industriellen Qualitätskontrollprozessen wird diese photochemische Beständigkeit gemäß internationalen Standards mit der Blauwollskala gemessen. Diese Skala reicht von 1 bis 8; ein Wert von 1 steht für extrem geringe photochemische Beständigkeit, während ein Wert von 8 absolute Lichtechtheit und hervorragende Ausbleichbeständigkeit repräsentiert.

In den ASTM-Standards erfolgt diese Bewertung mit römischen Ziffern von I bis V, wobei I die höchste Beständigkeit anzeigt. Die von uns bei Colorex produzierten Masterbatch-Formulierungen werden mit Premium-Pigmenten entwickelt, die die höchsten Werte auf der Blauwollskala besitzen – optimiert, um die Außenlebensdauer des Polymers zu maximieren.

Pigmentspektrum und charakteristischer Vergleich

Technischer Vergleich anorganischer und organischer Pigmentklassen mit Wellenlängenbereichen des sichtbaren Lichts.

Charakteristische EigenschaftenAnorganische PigmenteOrganische Pigmente
Herkunft und SyntheseSynthetische Metalloxide, MineralienSynthetische organische Verbindungen, petrochemische Derivate
Farbspektrale ReaktionMatte, stumpfe FarbenLebhafte, leuchtende Farben
FärbekraftMittel–NiedrigHoch (Maximum)
Lichtdurchlässigkeit (Opazität)Hohe Deckkraft (deckend)Transparent–Halbtransparent
Lichtechtheit (Photostabilität)Ausgezeichnet–Sehr gutVariabel (niedrig bis ausgezeichnet)
LösungsmittellöslichkeitInert (unlöslich)Variabel (niedrig bis mittel)
Sicherheitsprofil und ToxizitätEinige schwermetallbasierte können gefährlich seinIm Allgemeinen sicher, stabil
Chemische und thermische BeständigkeitAusgezeichnet (beständig)Im Allgemeinen gut–ausgezeichnet
MarktkostenanalyseMittel–AngemessenMittel–Hoch (im Allgemeinen teuer)
Spektrum des sichtbaren Lichts und Wellenlängenbereiche
Spektraler Wellenlängenbereich (nm) — Farbspektrum
~ 700–635 nm
~ 635–590 nm
~ 590–560 nm
~ 560–490 nm
~ 490–450 nm
~ 450–400 nm

Hinweis: Die Daten stellen allgemeine Pigmentklassen dar. Je nach spezifischer Pigmentformulierung können Abweichungen auftreten. Die Lichtechtheitsdaten basieren auf standardisierten ISO/ASTM-Testbedingungen.

Häufig gestellte Fragen und Lösungen

Ein technischer Leitfaden mit 50 Fragen, zusammengestellt aus der Praxiserfahrung des Colorex-Engineering-Teams.

Was ist Lichtechtheit?
Es ist der fotochemische Widerstand eines Pigments gegen Ausbleichen sowie seine Fähigkeit, die Farbe bei Einwirkung von UV- und sichtbarem Licht zu bewahren.
Wie wird die Lichtechtheit gemessen?
Mit der Blauwollskala (Blue Wool Scale, 1-8); 1 ist der niedrigste, 8 der höchste Widerstand. In der ASTM werden die römischen Ziffern I-V verwendet.
Was bedeutet Blauwollskala 8?
Die höchstmögliche Lichtechtheit; also ein minimales Ausbleichen der Farbe selbst bei langer Sonneneinstrahlung.
Wie hoch sollte die Mindestlichtechtheit bei einem Außenprodukt sein?
In der Regel 7-8; bei Anwendungen mit dauerhafter Sonneneinstrahlung bleichen Pigmente mit geringer Echtheit rasch aus.
Warum bleicht Farbe in der Sonne aus?
Hochenergetische UV-Strahlung bricht die Bindungen der Chromophorgruppen und führt zu fotooxidativem Abbau; die Farbe hellt sich auf bzw. verschiebt sich.
Warum weisen anorganische Pigmente eine höhere Lichtechtheit auf?
Ihre stabilen Metalloxidstrukturen sind widerstandsfähig gegenüber UV; TiO2, Eisenoxid und Ruß bieten eine hervorragende Echtheit.
Ist die Lichtechtheit bei organischen Pigmenten variabel?
Ja; hochlichtechte Pigmente wie Chinacridon/DPP sind für den Außenbereich geeignet, während manche wie Diarylid/Naphthol nur für den Innenbereich geeignet sind.
Welche Rolle spielt Ruß beim UV-Schutz?
Er absorbiert UV und schützt so das Polymer; hochstrukturierter Ruß bietet sowohl Farbe als auch eine hervorragende UV-Barriere.
Erhöht ein UV-Stabilisator die Lichtechtheit?
Nicht die Echtheit des Pigments selbst; HALS/UV-Absorber schützen das Polymer und das System und verlängern so die gesamte Außenlebensdauer.
Warum kann die Lichtechtheit bei hellen Tönen (Aufhellung) sinken?
Wenn das Pigment mit Weiß verdünnt wird, verringert sich die Pigmentmenge pro Flächeneinheit; die Echtheit im Aufhellton kann niedriger als im Vollton (Masstone) sein.

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